Die
Zahl „50“ spielte
im vergangenen Jahr eine
besondere Rolle für
die Pannenhelfer des ADAC:
Im 50. Jahr des Bestehens
der ADAC-Straßen-wacht übersprang
die Zahl der bisher geleisteten
Hilfeleistungen die 50-Millionen-Grenze.
Seit Gründung der Pannenhilfe
im Jahr 1954 konnte insgesamt
52,25 Millionen Auto- und
Motorradfahrern aus der Patsche
geholfen werden.
Die „50“ hatte
aber auch Auswirkungen in der
Region: Entgegen dem Bundes-trend
mussten die OWL-Pannenhelfer
des Automobilclubs 2004 erstmals
mehr als 50.000 Mal ausrücken,
um liegen gebliebenen Kraftfahrern
zu helfen. Genau 51.801 Pannenopfer
waren auf die Dienste der 23
ADAC-Straßen-wachtfahrer
angewiesen. Diese werden zusätzlich
unterstützt durch die
Mitarbeiter von sechzehn privaten
Straßendienstpartnern,
die im Auftrag des ADAC Pannenhilfe
und Abschlepp-service rund
um die Uhr leisten. Während
bundesweit die Zahl der Hilfeleistungen
um knapp ein Prozent zurückging,
stiegen sie in Ost-westfalen-Lippe
um knapp vier Prozent. Für
ADAC-Geschäftsführer
Dr. Stefan Pfuff ein Indiz
dafür, dass der Wartungszustand
des ostwestfälischen Fahrzeugbestandes
noch schlechter ist als der
im Bundeschnitt. „Den
Menschen fehlt das Geld in
der Haushaltskasse für
die notwendige Wartung ihrer
Fahrzeuge. Gleichzeitig werden
diese auch immer länger
gefahren. Kommt es zu einer
Panne, verlassen sich die Kraftfahrer
lieber auf die Kompetenz des
ADAC“, so Dr. Pfuff bei
der Präsentation der jährlichen
Hilfebilanz. Die Erfolgsquote
beträgt unverändert
mehr als 83 Prozent und in
OWL sind die Pannenhelfer des
Clubs durchschnittlich in knapp
40 Minuten nach Alarmierung
zur Stelle. „Damit sind
sie zwar erfolgreich und schnell
zugleich, aber dennoch ist
eine Fahrzeugpanne für
die Betroffenen immer mit Ärger,
Stress und Zeitverlust verbunden“,
gab Geschäftsführer
Dr. Pfuff zu bedenken. ADAC-Straßen-wachtfahrer
Andreas Krohn appellierte daher
an alle Auto- und
|
Motorradfahrer,
ihre Fahrzeuge regelmäßig
in einer Fachwerkstatt
warten zu lassen und riet,
ebenfalls die kostenfreien
Technischen Prüfdienst-angebote
des Clubs zu nutzen. Die
ADAC-Fachleute überprüfen
vor Ort die Funktionsweise
von Bremse, Tacho-meter,
Stoßdämpfer
und Beleuchtung. Im so
genannten „Infomobil“ können
sich Kunden zusätzlich
aktuelle Fahr-zeug- und
Reifentests ausdrucken
lassen oder weitergehende
technische Fragen im Gespräch
mit den Profis erörtern.
In 50 ostwestfälischen
Orten war das ADAC-Prüfmobil
2004 im Einsatz. Dabei
wurden 16.534 Unter-suchungen
durchgeführt. Zusätzliche
Prüfmöglichkeiten
gab es in 12 weiteren Orten
an stationären Ein-richtungen.
Diese wurden 3.009 Mal
genutzt.
Wie in den vergangenen Jahren stellten Elektrikdefekte die Hauptpannen-ursachen
dar: Entladene oder defekte Batterien und kaputte Lichtmaschinen führten
dabei die „Hitliste“ an.
Bei 112.891 Reifenschäden mussten die Gelben Engel bundesweit Montagehilfe
leisten oder Ersatz beschaffen. Auch „menschliches Versagen“ schlug
sich in der Statistik nieder: 43.483 leere Tanks und 111.541 selbst ausgeschlossene
Fahrzeuglenker sprechen da eine deutliche Sprache. Immerhin 124 Mal mussten sich
die Pannenhelfer als Feuerwehr betätigen und Fahrzeug-brände löschen.
Eine wichtige Innovation in der ADAC-Pannenhilfe gibt es seit Beginn des Jahres
2004: Per Laptop können alle Gelben Engel die Fehlerspeicher moderner, elektronisch
hochgerüsteter Autos abfragen und dadurch noch schneller und gezielter helfen.
Durch die Aufschlüsselung des Fehlercodes sieht der ADAC-Profi sofort, wo
der Fehlerteufel zugeschlagen hat.
Die ADAC-Pannenhilfe ist Tag und Nacht unter der Rufnummer 0 180 2 22 22 22 (aus
dem Festnetz) und aus allen Mobilfunknetzen unter 22 22 22 zu erreichen. An den
Notrufsäulen der Autobahn muss der Automobilclub ausdrücklich angefordert
werden. |