Der neue Mazda MX-5

Evolution einer Ikone

 


Am 9. Februar 1989 schrieb Mazda mit der Enthüllung des Mazda MX-5 (Miata) in Chicago Automobilgeschichte. Damit hatte das Unternehmen die bereits tot geglaubte Kategorie des leichtgewichtigen Roadsters wiederbelebt. Seitdem hat Mazda nie aufgehört, das klassische Konzept des zweisitzigen, erschwinglichen Cabrios mit Heckantrieb immer weiter zu verfeinern.

Mittlerweile hat Mazda weltweit schon über 725.000 Exemplare produziert. Mit der europäischen Markteinführung im November 2005 geht nun die dritte MX-5-Generation an den Start. Auch der neue Mazda MX-5 ist ein Roadster ohne Schnörkel, er wirkt harmonisch in seinen Proportionen und bleibt ein preisgünstiges sowie primär Fahrspaß orientiertes Auto. Erneut schon auf den ersten Blick als Mazda MX-5 zu erkennen, betont sein Design im Vergleich zum Vorgänger die athletischere Statur eines echten Sportwagens.

Kein Wunder, bezieht er einen Teil seiner Gene doch vom Kreiskolbenmotor-Sportwagen RX-8. Die Designer erreichten den Effekt unter anderem durch die Abkehr von der „Cola“-Taille der beiden ersten Generationen. Zugleich verbreiterten sie die Spur und formten die Kotflügelausschnitte markanter aus. Beibehalten wurde die niedrige, fließende Bordkante, die nur leicht angedeutete Keilform und eine sich vorne wie hinten verjüngende Karosserie.

Jinba Ittai“ – die Einheit von Pferd und Reiter

Der Neue ist zwar in vielen Punkten nochmals besser als sein Vorgänger, bleibt aber dessen ureigensten Tugenden treu. Alle drei Mazda MX-5-Generationen eint das japanische Ideal des „Jinba Ittai“ – die Symbiose zwischen Reiter und Pferd. Sie geht zurück auf das Ritual des „Yabusame“, bei dem ein Bogenschütze während des Reitens einen Pfeil auf eine Zielscheibe abschießt. Um ins Schwarze zu treffen, müssen Mensch und Tier als perfekte Einheit auftreten, sonst geht der Schuss vorbei. Dieses Verschmelzen diente den Mazda Ingenieuren als Vorbild für das Fahrverhalten des Mazda MX-5. Doch statt auf reine Schnelligkeit zu zielen, entwarfen sie das Ideal der harmonischen Fahrmaschine, die dem kundigen Fahrer auch ohne hubraumstarken Motor ein Höchstmaß an Fahrvergnügen beschert.

Ein Garant dafür ist naturgemäß geringes Gewicht. Trotz einer weiter angereicherten Grundausstattung und steiferer Karosserie liegt der Mazda MX-5 nur etwa zehn Kilogramm (abhängig von der Version) über seinem Vorgänger. Die akribisch verfolgte Grammstrategie macht sich vor allem bei Karosserie und Chassis bezahlt: 58 Prozent aller Karosseriebleche bestehen aus hochfesten oder ultra-hochfesten Stahlsorten. Folge: Mit 247,5 Kilogramm ist die Rohkarosserie 1,6 Kilogramm leichter als die des Vorgängers. Aber auch für die Längsträger sowie für die in die A-Säulen integrierten Rohre wählte Mazda Stähle höchster Güte (1.500 Mpa-Klasse). Effekt: Das Monocoque ist 47 Prozent torsions- und 22 Prozent biegesteifer als beim Vorgänger. Viele Komponenten bestehen aus Aluminium, darunter die Motorhaube, der Kofferraumdeckel, die Querlenker der Vorderradaufhängung sowie Radnabenträger, Bremssättel und Federteller der Hinterachse. Um maximalen Fahrspaß zu garantieren, rückte der Motor um 135 Millimeter weiter nach hinten, auch Batterie und Tank wanderten näher zum Schwerpunkt des Wagens.




 



Familientreffen: Die drei Generationen
im Vergleich

Ein mit zwei Insassen besetzter MX-5 erreicht so die ideale Achslastverteilung von 50:50 Prozent.

Reichhaltige Serienausstattung


Zur Serienausrüstung aller Mazda MX-5-Modelle zählen Fahrer-, Beifahrer- und Seiten-Airbags mit integriertem Kopf-Schulter Schutz inklusive einer Deaktivierungsfunktion des Beifahrer-Airbags, 16-Zoll-Felgen mit 205/50-Reifen, ein höheneinstellbare Lenkradsäule, ein Windschott, eine beheizbare Glasheckscheibe, ein klappbarer Fahrzeugschlüssel, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber und ein Audio-System. Auch die dynamische Stabilitätskontrolle DSC mit TCS (Traktionskontrollsystem) und Seiten-Airbags sind aufpreisfrei an Bord. Auf höheren Ausstattungsniveaus kommen je nach Motorisierung 16 oder 17 Zoll große Leichtmetallfelgen, ein Ablagenetz im Beifahrerfußraum, eine Lenkradbedienung für das Audio-System, eine Klimaautomatik, Xenon-Hauptscheinwerfer und ein Lederlenkrad inklusive Lederschaltknauf hinzu. Zu den wichtigsten Sonderausstattungen zählen neben einer schwarzen Lederausstattung mit Sitzheizung, das schlüssellose Zugangs- und Startsystem „LogIn“, eine Alarmanlage mit Innenraumüberwachung sowie das speziell auf den Mazda MX-5 abgestimmte BOSE Sound-System für den absoluten Musikgenuss.

Verbesserte Sicherheit

Größte Innovation auf dem Gebiet der passiven Sicherheit sind serienmäßige
Seitenairbags mit integriertem Kopf-Schulter-Schutz. Die in den Sitzlehnen integrierten Luftsäcke bestehen aus zwei Kammern, die von einem gemeinsamen Gasgenerator mit Hilfe einer einzigen Zündung aktiviert werden. Die obere, größere Kammer dient zum Schutz des Kopfes und bleibt im Vergleich zur unteren länger und fester aufgeblasen – so erreichen die Techniker einen ähnlichen Effekt wie bei „Curtain bags“ in Fahrzeugen mit festem Dach. Die untere und etwas kleinere Kammer wird weicher gefüllt und auch wieder schneller entleert, um so den Brustkorb-Bereich optimal abzudecken. Die Motorhaube aus Aluminium wurde, wie schon beim Mazda RX-8, auf einen optimalen Fußgängerschutz ausgelegt. Dank einer Wabenstruktur auf der Innenseite absorbiert sie einen großen Teil der Aufprallenergie.

Sonderedition „3rd Generation“ in Rot mit rot/schwarzer Lederausstattung

Die zur Markteinführung des neuen Mazda MX-5 in einer weltweiten Auflage von 3.500 Exemplaren (500 für den deutschen Markt) aufgelegte Sonderedition „3rd Generation“ basiert auf der 2,0-Liter-Variante mit 160 PS und Sechs-Gang-Getriebe. Mit der auffälligen Sonderlackierung Tornadorot Metallic, einer rot/schwarzen Lederausstattung, Chromeinfassungen für Kühlergrill und Frontscheibenrahmen sowie polierten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen ist sie eine würdige Startausgabe für das neue Kultmodell.

 


Der neue Mazda MX-5 - sportliche Eleganz neu durchdacht.